Spracherhaltung
Schule Fahretoft
Schon 1750 wird in den Mitteilungen über Hans Momsen
die Schule auf der Gabrielswarft erwähnt. Der Küster versah den Schuldienst;
ausgebildete Lehrer gab es noch nicht. Die Schülerinnen und Schüler hatten in
den Sommermonaten Aufgaben in der Landwirtschaft und im Haus zu übernehmen,
dann ruhte der Unterricht.
Hilfslehrer konnte schon werden, wer nach dem Schulabschluss sehr gute Noten
hatte. Diese Tätigkeit wurde auch Christian Jensen ca. 1855 in Fahretoft
angeboten. Oft reichte der Schulraum aber nicht aus und so musste in zwei
Schichten unterrichtet werden. Selbst 1920 befanden sich nach Aufzeichnungen
eines Fahretofter Lehrers 60 Kinder in einer Klasse. Als die Schülerzahl für
das Gebäude mit zwei Klassenräumen auf der Gabrielswarft zu groß wurde, trennte
man sie nach dem Alter. So gab es eine "Lüttschool" an der heutigen
Schulkreuzung, während die älteren Kinder im Schulgebäude verblieben.
Bald aber entsprachen die Bedingungen nicht mehr den Anforderungen. 1963 wurde
der Neubau der "Hans-Momsen-Schule" bezugsfertig. Wegen zu geringer
Schülerzahl wurde die Schule 2009 geschlossen und das Gebäude zu einem Kulturzentrum
umgestaltet.

Die
Pflege der friesischen und plattdeutschen Sprache ist einer der Schwerpunkte
der Arbeit des Vereins. Der Friesischunterricht im Kindergarten wird z. Zt. durch
öffentliche Mittel über den Friesenrat finanziert. Das „Patenschafts-Modell“
wurde nach Schließung der Schule vom Kindergarten übernommen. Jedes
Kindergartenkind erhält einen Friesisch sprechenden Erwachsenen als Paten. Regelmäßig
alle 14 Tage kommen sie in den Kindergarten, um mit den Kindern gemeinsam
Friesisch zu sprechen.

Schulkinder singen friesische Lieder anlässlich der
Maibaumaufstellung in Waygaard.

Mehrfach im Jahr trifft sich der Gesprächskreis
„Frasche eeftermadi“, um die Sprache zu pflegen und zu erhalten.